iSFP: Wie der individuelle Sanierungsfahrplan funktioniert und was er einbringt
Der iSFP ist das wichtigste Produkt im Energieberater-Alltag. Was er enthält, wie er gefördert wird und welche Honorare realistisch sind.

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist für viele Energieberater das Brot-und-Butter-Geschäft. Eigentümer wollen wissen, in welcher Reihenfolge sie ihr Haus modernisieren sollen, und der iSFP gibt ihnen einen geförderten, herstellerneutralen Plan an die Hand.
Was im iSFP enthalten ist
- Bestandsaufnahme: Bauteile, Heizung, Lüftung, Verschattung, Energieverbrauch.
- Bilanzierung nach DIN V 18599 mit Ist-Energiebedarf.
- Maßnahmenpakete mit Reihenfolge, Kostenrahmen und Einsparpotenzial.
- Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit Förderhinweisen.
- Kompakte Kundenfassung mit klaren Empfehlungen.
Förderung durch das BAFA
Das BAFA fördert die Beratung mit 50 Prozent des Honorars, gedeckelt bei 650 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser, 850 Euro für Mehrfamilienhäuser. Der Eigentümer zahlt nur den Restbetrag, der Berater rechnet direkt mit dem BAFA ab.
Realistisches Honorar
Für ein typisches Einfamilienhaus liegt die Honorarbandbreite bei 1.300 bis 1.700 Euro brutto, für ein Mehrfamilienhaus bei 1.800 bis 2.600 Euro. Der Arbeitsaufwand beträgt 12 bis 20 Stunden bei EFH, 18 bis 28 Stunden bei MFH.
Der iSFP-Bonus für deine Kunden
Wer im Anschluss an einen iSFP Einzelmaßnahmen umsetzt, erhält über die BEG-Einzelmaßnahmen einen iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten zusätzlicher Förderung. Das macht den iSFP für Eigentümer doppelt attraktiv und ist dein stärkstes Verkaufsargument.
Wann sich ein iSFP nicht lohnt
Bei reinen Neubauplänen, bei rein gewerblicher Nutzung ohne Förderkulisse oder bei Eigentümern, die in den nächsten zwei Jahren ohnehin verkaufen wollen, ist der iSFP der falsche Hebel. Hier gehört dieser Hinweis in dein Erstgespräch, nicht in den Verkaufsabschluss.
